(17. November 2003 — tk)

Konsistenz der Desktop-Datenbanken prüfen

Wenn man sich beim Arbeiten unter Unix innerhalb von EtherShare Volumes nicht an ein paar elementare Grundregeln hält (siehe auch diesen Beitrag und weiter unten), dann fängt man sich leicht Inkonsistenzen der Desktop-Datenbanken ein. Diese führen in der Folge zu unschönen Effekten wie Dateien/Ordnern, auf die von den Clients aus nicht mehr zugegriffen werden kann, etc.

Um das zu vermeiden sollte man Datei-/Ordneroperationen tunlichst nur mithilfe der von Helios bereitgestellten »Desktop Utilities« (dt tools) durchführen. Ebenso ist es zu vermeiden, mit Backup-Anwendungen, die nicht die dt tools benutzen, direkt in Volumes einen Restore durchzuführen, da dabei ebenfalls Inkonsistenzen auftreten können.

Um sich einen Überblick über den Zustand der Desktop-Datenbanken der EtherShare-Volumes zu verschaffen, kann unser check-desktop-db.sh Skript verwendet werden, bspw. periodisch jede Nacht per crontab gestartet.

Es erkennt selbständig, ob es unter EtherShare 2.5/2.6 oder 3.1 gestartet wurde und prüft alle Volumes, die nicht explizit ausgeschlossen wurden (getriggert durch eine Datei namens ».DontCheckVolume« im Volumeroot). Alternativ kann es auch mit dem absoluten Pfad zu einem Volume aufgerufen werden und prüft dann nur dieses.

Sollte die Ausgabe des Skripts viele Vorkommen von »zero ID« enthalten, so ist dies zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Eine File- oder Folder-ID mit dem Wert 0 besagt lediglich, daß die Datei bzw. der Ordner beim nächsten Zugriff von einem Client aus eine richtige ID zugewiesen bekommen.

Sollte allerdings am Ende der rebuild-Ausgabe »file(s) with missing or wrong ID detected« auftauchen, so ist dies ein Indiz dafür, daß die Schreibtischdatei schon Schaden erlitten hat und neu aufgebaut werden muß. In diesen Fällen handelt es sich um Dateien, die zwar eine ID ungleich 0 haben, diese aber in der Schreibtischdatenbank bereits einem anderen Objekt zugeordnet ist. Erkennbar auch daran, daß dann den »zero ID«-Meldungen ebenfalls noch »parent ID conflict« oder »name conflict« beigefügt ist.

Copyright © Thomas Kaiser, 2008 (erstellt 17. November 2003 — tk)

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