(28. April 2006 — tk)

Schmerzfreies Upgrade auf UB durchführen

Neben den bei Helios angesprochenen Dingen, die bei einem Update von »4th generation« auf UB zu berücksichtigen sind, sollte man die folgenden Punkte im Kopf haben:

  • Vor dem Update unbedingt die alte Installation stoppen, per ${HELIOSDIR}/sbin/uninstall -unconfigure evtl. Modifikationen am System rückgängig machen, dann die Installation per tar wegsichern und anschließend UB über die alte Version drüberinstallieren, damit so wenig Anpassungen an der Konfiguration wie nötig erforderlich sind
  • Mitglieder der Gruppe »nogroup« können sich nach einem Update ggf. nicht mehr anmelden. Abhilfe: Aus der Gruppe entfernen
  • Skripte, die bisher Gebrauch von afpmsg oder pcmsg gemacht haben, können mit folgendem Wrapper-Konstrukt (abgespeichert als ${HELIOSDIR}/bin/afpmsg bzw. ${HELIOSDIR}/bin/pcmsg ) ohne Anpassungen weiter verwendet werden:
#!/bin/sh
"`dirname "$0"`"/srvmsg -m $@
  • Vor einer Umstellung empfiehlt es sich, alle Volumes nach »problematischen« Zeichen zu durchforsten (ASCII 1 – ASCII 31). Diese will Helios nach der UB-Umstellung anders kodiert sehen, d.h. man konvertiert diese entweder nach der Umstellung automatisch (per Skript — sowas liegt hier herum bspw.) oder prüft vorher, ob Dateien nicht sowieso obsolet sind.
    Zum Glück ist letzteres meistens der Fall, da über 99% der betroffenen Dateien alte MacOS 9 »Custom Icons« (Icon^M) sind, die bedenkenlos rekursiv gelöscht werden können (abermals z.B. vorher per Skript, das alle Volumes durchpflügt und den Kram wegwirft)
  • WebShare-Benutzer, die mit der »Run as Host User«-Option versehen waren, muß man nach der Umstellung nicht alle manuell neu befutteln sondern kann auch (abermals automatisiert) die webshare.passwd Datei einfach an das ab UB gültige Format anpassen (einfach vorher/nachher vergleichen)
  • Vor dem Einspielen des Update u0526 sollten bereits existierende Skripting-Lösungen genauestens bzgl. der Verwendung der Desktop Utilities geprüft werden, da nach dem Update ärgerlicherweise die Befehle teils völlig anders agieren und teils komplett andere Ausgaben erzeugen (um sich FileType und Creator einer Datei anzusehen, genügt vor dem Update ein simples dt ls -la, nach dem Update braucht es hingegen ein dt ls -ect.
    Aufpassen muß man vor allem auf dt cp und dt mv, da diese nun wie Unix-Werkzeuge und nicht wie AFP-Clients mit aktivierten inherited privileges agieren und ebenfalls auf dt chown da hier der Authentication Server auch noch ein Wörtchen mitreden will und in manchen Konstellationen einfach die falschen Eigentümer zuweist.

Copyright © Thomas Kaiser, 2008 (erstellt 28. April 2006 — tk)

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